| 28.06.2010 |
20,5 Kilometer lang ist der Streckenabschnitt „Querfurter Platte“ der ICE-Neubaustrecke Erfurt – Leipzig/Halle, für den die ARGE Bickhardt Bau/Bickhardt Bau Thüringen den Zuschlag erhalten hat. Am Freitag gaben Sachsen-Anhalts Kultusministerin Prof. Dr.Birgitta Wollff und Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff im Beisein zahlreicher Kommunalpolitiker und interessierten Bürgern den offiziellen Startschuss für das zukunftsträchtige Verkehrsinfrastrukturprojekt. „Der Streckenverlauf ist gut gewählt, folgt er doch historischen Handelswegen“, betonte Wirtschaftsminister Haseloff in seiner Rede. In der Tat standen die Bauarbeiten entlang der neuen Trasse, die von dem Osterbergtunnel bei Steigra über Langeneichstädt, Bad Lauchstädt bis zur Saale-Elster-Talbrücke bei Halle (Saale) führt, ganz im Zeichen von umfangreichen archäologischen Sicherungsgrabungen. Jetzt überlassen die Archäologen plangemäß den Verkehrswegebauern der ARGE Bickhardt Bau/Bickhardt Bau Thüringen das Baufeld. Rund 3,3 Millionen Kubikmeter Boden müssen entlang des 20 Kilometer-Abschnitts gelöst, geladen und transportiert werden. Fünf Eisenbahn- und 14 Straßenbrücken über die Trasse werden alle Wegebeziehungen wieder herstellen. Dazu kommen 15 Kilometer neue öffentliche Straßen. 2015 soll die 123 Kilometer lange Neubaustrecke zwischen Erfurt und Halle in Betrieb genommen werden. Dieser Bereich ist Teil der 500 Kilometer langen Aus- und Neubaustrecke zwischen Nürnberg-Erfurt-Leipzig/Halle und Berlin (VDE8). Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt etwa 10 Milliarden Euro. Nach Abschluss aller Maßnahmen wird sich die Reisezeit zwischen München und Berlin von heute sechs Stunden auf etwa vier Stunden verringern.
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